Berühmte Schriftsteller, die das Glücksspiel liebten

Wenn es eine Gruppe von Menschen gibt, die sich schon immer etwas von anderen abhoben, da sie einen etwas hedonistischen Lebensstil führten, dann sind dies Schriftsteller oder Autoren. Im Verlauf der Zeit haben viele Schriftsteller extravagante, genusssüchtige Leben geführt, sich auf jede Art und Weise dem Vergnügen hingegeben und das Leben in seiner Fülle genossen. Es sollte daher nicht verwundern, dass viele der prominenten Vertreter der Literaturgeschichte auch leidenschaftlich dem Glücksspiel nachgingen! Schauen wir uns einige der berühmten Autoren an, die das Glücksspiel liebten:

Roald Dahl

Roald Dahl
Quelle: Wiki Fandom

Es ist kein Geheimnis, dass der Autor vieler beliebter Kindergeschichten Roald Dahl das Glücksspiel liebte. Er war zu unterschiedlichen Zeiten seines Lebens ein RAF-Kampfpilot, ein amerikanischer Spion für die Briten, ein Windhund-Rennfahrer und natürlich ein Spieler.

Darüber hinaus hat sich seine Leidenschaft am Glückspiel wie ein silberner Faden durch seine Werke gezogen, da im Zusammenhang mit seinen Geschichten das Spielen und das Glücksspiel häufig Erwähnung fanden. Ich sehe was, was du nicht siehst ist lediglich ein Beispiel. Der Protagonist Henry Sugar ist ein wohlhabender Draufgänger, der keine Angst vor dem Gewinnen und Verlieren hat und einfach nur das Spielen liebt. Noch interessanter ist sogar die Tatsache, dass Henry nicht über dem Betrügen steht, um zu gewinnen.

Lucy Dahl, die Drehbuchautorin und Tochter des verstorbenen Roald Dahl, erinnert sich daran, dass ihr Vater das Glücksspiel über alles liebte, ihr aber nicht als Sucht verfallen war. Lucy erinnert sich, wie Roald Dahl jeden Samstagabend etwas nachging, dass wir als ein Kitzeln auf dem Tisch bezeichnen. Laut Lucy zeigte Dahl seinen Kindern, wie man Blackjack spielte, sobald sie alt genug waren, um das Zählen zu lernen. Sie erzählte daraufhin die Geschichte, wie er sie (Lucy) in das Ritz Casino schmuggelte, als sie nur 16 Jahre alt war und wie sie dort gewonnen hatten. Bis zu dem heutigen Tag blieb dies eine der besten Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater.

Fjodor Dostojewski

Über den Hang zum Spielen des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski wurde viel geschrieben und das meiste von dem Mann selbst. Während seiner Lebzeiten schwärmte er über alles für das Roulette-Spiel, welches (so wird es gesagt) ihn mehr als ein paar Mal in den Bankrott trieb! Fjodor Dostojewski bezeichnete das Glücksspiel bekanntermaßen als einzige leidenschaftliche Freizeitbeschäftigung, die auch dazu führen konnte, aus ihr einen Profit zu schlagen, wenn man von den begleitenden Risiken absieht, die mit einem Lebensstil aus purem Risiko einhergehen.

Für Dostojewski begann alles, nachdem er seinen Schulabschluss erworben hatte und schnell an Geld kommen musste. Er begann mit Domino und Pool, aber Roulette stahl diesen schon bald die Schau. Seine Leidenschaft für das Glücksspiel hatte sich so entfaltet, dass er daraufhin den Roman Der Spieler schrieb, welcher als eines der wertvollsten Werke der Literatur erachtet wird, die jemals über das Glücksspiel geschrieben wurden.

Ernest Hemingway

Ernest Hemingway
Quelle: The Daily Beast

Nicht viele Menschen haben bemerkt, dass Hemingway nicht nur eine Leidenschaft für Wörter, sondern auch für das Glücksspiel hegte. Nachdem er in den 1920er Jahren nach Paris gezogen war, wurde Hemingway zu einem Stammgast bei den Pferderennen. Er beschrieb das Wetten bei Pferderennen als einen fordernden Freund und er war dafür bekannt, große Wetten abzuschließen.

Sogar bereits als Kind schien Hemingway von der Idee des Glücksspiels fasziniert und dies durchzog seine frühen Werke. Eine von Hemingways ersten Geschichten konzentrierte sich auf ein Pokerspiel. Zu einem späteren Zeitpunkt in seinem Leben gab Hemingway auch öffentlich bekannt, dass er sich für einen hervorragenden Pokerspieler hielt.

Ian Fleming

Ian Fleming ist dafür bekannt, James Bond zum Leben erweckt zu haben, und seine Liebe für das Glücksspiel schwappte auch in seine Bücher über. James Bond wurde oftmals gutgeschrieben, dass er Baccara wieder populär gemacht hatte, und der Superspion verbringt einen Großteil seiner Zeit in Casinos. Interessanterweise folgten Roald Dahl und Ian Fleming in ihren Leben ähnlichen Pfaden und dienten in den 1940er Jahren in derselben Sondereinheit aus Spionen, die auf Befehl von Winston Churchill ausgewählt wurden. Obwohl ihre literarischen Stile sich deutlich voneinander unterschieden, wird den beiden Männern nachgesagt, dass sie dieselbe Leidenschaft für das Glücksspiel hegten und im Laufe der Jahre viel Zeit damit zubrachten, ihre Fähigkeiten zu verfeinern. Flemings Leidenschaft für das Glücksspiel wird in so vielen seiner Bücher ersichtlich und viele fragen sich, ob James Bond auf ihm basierte.

Quellenhinweise: