Initiativen zum Schutz der Ozeane

Verschmutzung der Ozeane
Quelle: Infrastructure news

Jedes Jahr landen schätzungsweise 32 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen. Diese unfassbare Menge stellt ein riesiges Problem für die Natur dar: Etwa eine Million Seevögel sowie rund 100.000 im Meer lebende Säugetiere sterben jährlich daran, dass sie Plastikteile fressen oder auf sonstige Weise mit ihnen in Berührung kommen. Die Anzahl der Fische und anderer Lebewesen, deren Tod durch die Umweltverschmutzung hervorgerufen wird, ist zudem unschätzbar hoch.

Dieses Artensterben hat auch Konsequenzen für den Menschen: Etwa durch Speisefische gelangt Plastik auf den Teller und damit in unsere Mägen, wo es Krankheiten und gesundheitliche Probleme verursacht. Deshalb gibt es zahlreiche Initiativen, die gegen die Verschmutzung der Ozeane kämpfen. Eine davon heißt 4Ocean und stellt Armbänder aus recyceltem Material her.

Die Idee hinter 4Ocean

Vor einigen Jahren hielten sich die beiden passionierten Surfer Andrew Cooper und Alex Schulze auf Bali auf. Dabei entging ihnen nicht, wie viel Müll an die Strände der indonesischen Insel geschwemmt wurde. Schnell wurde ihnen klar, dass die Müllberge den Ozean massiv belasten und auch den armen Fischern die Lebensgrundlage nehmen. Also dachten Cooper und Schulze darüber nach, was sie gegen die Verschmutzung der Ozeane tun könnten. Sie kamen auf die Idee, dass die Fischer ihre Netze dafür verwenden könnten, den Müll aus dem Meer zu ziehen. Weil die Fischer aber für ihre Familien sorgen mussten, brauchten sie einen Anreiz. Den boten Cooper und Schulze auch – in Form von Armbändern, die sie aus Müll herstellen ließen und von deren Verkaufspreis die Fischer für ihre Arbeit entlohnt wurden.

4Ocean gibt an, dass für jedes verkaufte Armband knapp ein halbes Kilogramm Plastik und anderer Müll aus dem Ozean gezogen wird. Allerdings handelt es sich dabei nicht um das Material, aus dem die Armbänder produziert werden. Der aus dem Ozean gezogene Müll wird stattdessen auf Wertstoffe untersucht und dann fachgerecht recycelt. Damit die Käufer der Schmuckstücke und andere Interessenten am Projekt immer auf dem Laufenden bleiben, hat 4Ocean einen Zähler auf seiner Homepage platziert. Dieser zeigt an, wie viel Pfund Müll das Unternehmen bereits aus dem Ozean gezogen hat. Mitte August stand der Zähler auf mehr als 1,1 Millionen Pfund, was über einer halben Million Tonnen entspricht. Ein Armband von 4Ocean kostet 20 US-Dollar (ca. 17,50 Euro). Neben einer ständig verfügbaren Variante gibt es eine, die einem speziellen Motto gewidmet und stets nur einen Monat lang erhältlich ist.

Initiativen zum Schutz der Ozeane
Quelle: The Good Shopping Guide

Andere Projekte zum Umweltschutz

Wenn jeder, der im Online Casino viel Geld gewinnt, einen Teil davon an Umweltorganisationen spenden würde, dann wäre das eine große Hilfe. Allerdings geht es bei den riesigen Mengen an Müll, die sich in den Weltmeeren befinden, nicht nur um Geld, sondern vor allem um Ideen. Die kommen von den Organisatoren von zahlreichen Initiativen, die sich der Säuberung der Ozeane verschrieben haben.

Die größte Organisation zum Schutz der Weltmeere heißt Oceana und wendet sich mit gezielten Projekten an die Öffentlichkeit. Alle drei bis fünf Jahre ändert sich dieses Motto. Oceana veranschaulicht die Probleme der Meereswelt mithilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen und bezieht auch die Medien, das Recht und den öffentlichen Druck in ihre Tätigkeit ein. Einen eher spielerischen Zugang bietet das kostenlose Computerprogramm „The Blu“, das auf einer dreidimensionalen Karte der Weltmeere basiert.

Verschiedene kluge Köpfe waren an der Entwicklung beteiligt, etwa Andy Jones, der Animationen für den Film „Avatar“ erstellt hat. Die Nutzer können im Programm die Unterwasserwelt erkunden und dabei verschiedene Spezies entdecken. Die können sie dann für ihren virtuellen Ozean käuflich erwerben. Einen Teil der Einnahmen geben die Entwickler an Organisatoren weiter, die für die Reinigung der Ozeane kämpfen. In einem kleineren Rahmen widmet sich das Projekt „Take 3“ dem Vorhaben, dem Müll in den Ozeanen Herr zu werden. Die Botschaft ist simpel: Jeder Strandbesucher soll drei Stücke Müll mitnehmen, die er im Sand findet, und sie dem Recycling zuführen. Manchmal sind es eben auch kleine Schritte, die ein großes Ergebnis bringen können.